Nur nicht durch Schweigen mitschuldig werden

Raimund Weible

Von Raimund Weible

Di, 27. Januar 2009

Deutschland

Im Februar 1939 schrieb ein Sparkassenangestellter aus Tübingen einen Brief an Hitler – und nannte darin den Diktator einen Lügner und Volksschädling

Als Theodor Roller am 11. Februar 1939 an Adolf Hitler einen Brief schreibt, tut er dies auch, um "meine Pflicht getan zu haben, damit ich nicht mitschuldig bin am deutschen Untergang". Unverblümt teilt der tiefgläubige Christ dem Tyrannen mit, was er von ihm hält: "Als Christ nenne ich Sie einen Lügner und als Deutscher den größten Volksschädling, der je Deutsche Erde betrat!"

Theodor Roller war sich der Konsequenzen bewusst. Der damals 24 Jahre alte Buchhalter in der Sparkasse Tübingen besaß einen klaren Verstand. Ein Attentat, wie es Georg Elser am 8. November 1939 ohne jede Hilfe im Münchner Bürgerbräukeller verübte, kam für Roller nicht in Betracht. Einen solchen Anschlag hätte er als ...

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