Rückgang beim Familiennachzug

dpa

Von dpa

Do, 23. Mai 2019

Deutschland

Immer weniger Angehörige von Flüchtlingen kommen nach Deutschland / Die meisten sind aus Syrien.

BERLIN (dpa). Die Zahl der Angehörigen, die zu Flüchtlingen nach Deutschland nachkommen durften, ist im Verlauf der vergangenen beiden Jahre deutlich gesunken. So bekamen nach Angaben des Auswärtigen Amtes im ersten Quartal 2017 noch 17 322 Menschen aus den sechs Haupt-Herkunftsländern von Flüchtlingen ein Visum. Im ersten Quartal diesen Jahres waren es nur noch 7402 Personen – obwohl mit Somalia mittlerweile ein siebtes Haupt-Herkunftsland in die Statistik eingeht.

Die Entwicklung ist umso bemerkenswerter, als seit August 2018 nach mehr als zweijähriger Pause auch wieder der Familiennachzug zu Flüchtlingen mit eingeschränktem Schutzstatus möglich ist. Dabei geht es häufig um syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Die größte Gruppe von mehr als 5000 Menschen kam im Familiennachzug im vergangenen Quartal aus Syrien. Den Familiennachzug können Ehepartner, minderjährige Kinder oder Eltern anerkannter Asylbewerber ebenso beantragen wie Deutsche oder Menschen, die hier wohnen.