Gesundheitssystem

Was würde eine Bürgerversicherung bringen?

Bernhard Walker

Von Bernhard Walker

Mi, 03. Januar 2018 um 07:42 Uhr

Deutschland

BZ Plus Bisher herrscht im deutschen Gesundheitssystem eine Zwei-K(l)assen-Gesellschaft. An Privatversicherten verdienen die Ärzte mehr – wie diese Honorare ersetzt werden könnten, ist die Frage

Schon lange spaltet sie die gesundheitspolitischen Gemüter, die Bürgerversicherung. Für die einen ist sie der Königsweg für eine dauerhaft stabile Finanzierung des Gesundheitswesens, die anderen sehen sie als nutzlosen Etikettenschwindel. Die SPD will sie zum Thema möglicher Verhandlungen über eine Neuauflage der Großen Koalition machen, was auf Seiten der CDU/CSU schon im Voraus Widerspruch auslöst. Ein Überblick.

Was ist die Bürgerversicherung?
Der Begriff umfasst viele verschiedene Modelle und ist deshalb sehr schillernd. Im Kern geht es aber darum, die Zweiteilung aufzulösen, die es in Deutschland gibt. Knapp 8,8 Millionen Bürger sind privat krankenversichert – 72,7 Millionen zählen zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die aus derzeit etwa 110 Krankenkassen wie AOK, Barmer, DAK, Techniker-Kasse & Co. besteht.

Wer ist privat versichert?
Von den 8,8 Millionen Versicherten der privaten Krankenversicherung (PKV) sind knapp 50 Prozent aktive oder pensionierte Beamte (4,33 Millionen). Weitere zwölf Prozent sind Arbeitnehmer mit guten Einkommen. Denn nur die Arbeitnehmer, die oberhalb einer bestimmten Grenze (derzeit: 57 600 Euro im Jahr, ab 2018: 59 400 Euro) verdienen, können sich privat versichern. Knapp 16 Prozent der PKV-Versicherten sind als Selbständige tätig. Die Einkommenslage dieser Gruppe ist nicht so eindeutig wie bei den Arbeitnehmern. Es gibt Selbständige, die enorm hohe Bezüge haben – genauso aber ...

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