"Die Welt schaut zu Recht auf Karadzic"

dpa

Von dpa

Mi, 30. Juli 2008

Deutschland

BZ-INTERVIEW mit Albin Eser, von 2004 bis 2006 Richter am Jugoslawien-Tribunal

FREIBURG Die Festnahme des ehemaligen bosnischen Serbenführers Radovan Karadzic, gegen die am Dienstagabend rund 15 000 serbische Extremisten in Belgrad demonstrierten, rückt das Internationale Jugoslawien-Tribunal in Den Haag wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Christian Rath sprach darüber mit dem Freiburger Rechtsprofessor Albin Eser, der von 2004 bis 2006 Richter am Jugoslawien-Gerichtshof war. Zurzeit lehrt er als Gastprofessor in Kyoto/Japan.

BZ: Karadzic ist endlich verhaftet worden. Kann der Jugoslawien-Gerichtshof doch noch zu einem erfolgreichen Ende gebracht werden?
Eser: Ich bitte Sie: Der Gerichtshof wäre auch ohne ein Verfahren gegen Karadzic erfolgreich gewesen. Immerhin wurden Dutzende Verantwortliche von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Aber die Welt schaut natürlich zu Recht auf Karadzic. Erst wenn sich nicht nur untere ...

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