Die Götter glauben nicht mehr an das Gute

Mo, 08. Oktober 2001

Kultur

Albrecht Hirche inszeniert Bertolt Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" am Theater Basel: Ein quietschbunter chinesischer Reigen.

Ein Blick auf Alain Rappaports atmosphärische Bühne reicht eigentlich schon, um zu wissen, mit was für einer Welt man es zu tun hat: Grau ist Sezuan, trostlos, wie ein betonierter Schuhkarton. Von oben blinkt fahles Neonlicht aus dem Lichtschacht. Aber wenn die Wand aus trübem Wellblech hochfährt, gibt sie den Blick frei auf eine Landschaft, die aus einer Zigarettenreklame stammen könnte: Weit ist die Freiheit der Prärie, unerreichbar fern die Bergkette und bunt der Wolkenhimmel, und in diesem Ort der Sehnsucht am Stadtrand steht das Zelt von Freudenmädchen Shen Tu. Damit ist in Bertolt Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" und Albrecht Hirches dritter Regiearbeit am Theater Basel das Gute und Böse situiert: irgendwo zwischen wildem Westen, Kapitalismus, gescheitertem Osten und ...

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