Hohenzollerngruft wird saniert

epd

Von epd

Fr, 14. Februar 2020

Kultur

Grablege soll Erinnerungsort der Geschichte werden.

Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom ist von März an bis voraussichtlich Frühjahr 2023 geschlossen. Grund sind Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Umfang von 17,3 Millionen Euro, wie der Vorsitzende des Domkirchenkollegiums, Stephan Harmening, am Donnerstag in Berlin mitteilte. Ziel sei es, die Gruft mit ihren mehr als 90 Grabmälern und Särgen zu einem würdevollen Ort der Totenruhe und bedeutenden Erinnerungsort der deutschen Geschichte umzugestalten. Die Hohenzollerngruft gilt als wichtigste dynastische Grablege Deutschlands.

Von den Kosten trägt die Domgemeinde zehn Prozent, den Rest teilen sich Bund und Land. Zudem fördert die Cornelsen Kulturstiftung mit 200 000 Euro unter anderem einen neuen Informationsort. In diesem vorgelagerten Raum sollen die Besucher Kenntnisse über die Geschichte der Hohenzollern erlangen.

In der Gruft sind unter anderem der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1640–1688), der preußische König Friedrich I. (1657–1713) und seine Ehefrau, Königin Sophie Charlotte (1668–1705), bestattet. In knapp 40 Prozent der Särge wurden Kinder bestattet. 2019 zählte der Dom 765 000 Besucher, drei Viertel davon aus dem Ausland.