Kino-Drama

"Glücklich wie Lazzaro" mixt Sozialkritik mit Märchenmomenten

Gabriele Schoder

Von Gabriele Schoder

Mi, 12. September 2018 um 19:30 Uhr

Kino

Regisseurin Alice Rohrwacher erzählt in ihrem dritten Langfilm "Glücklich wie Lazzaro" von teuflischer Ausbeutung und menschenverachtenden Strukturen.

Ziemlich am Ende kommt die schönste Szene dieses an magischen Momenten so reichen Films: Lazzaro (Adriano Tardiolo) betritt mit den Seinen ehrfurchtsvoll eine Kirche, die Orgel spielt, ein paar Nonnen sitzen da, eigentlich könnte sich niemand gestört fühlen; und doch weisen die Betschwestern den Besuchern unmissverständlich die Tür. Dabei sind die besser gekleidet denn je, sogar die Haare haben sie gekämmt, sie wollten einer Einladung zum Mittagessen folgen. Aber dort hat man sie ebenso abgewiesen wie hier. Das Häuflein macht wieder kehrt, Lazzaro schickt noch einen Blick durch den Kirchenraum, verwundert, aber ohne Groll, der sowieso nicht seine Art ist. Da verstummt die Musik, vergeblich ...

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