Liebe? Welch ein Irrtum

Bettina Schulte

Von Bettina Schulte

Sa, 19. Januar 2013

Theater

Eine tolle Komödie ohne Happy End : Barbara Frey inszeniert am Zürcher Schauspielhaus Pfauen Molières "Der Menschenfeind".

Wenn es nicht schon vorhanden wäre: Man hätte dieses Stück für ihn erfinden können. Sehr gut möglich, dass Barbara Frey Molières Komödie "Der Menschenfeind" nur deshalb in Zürich inszeniert hat, weil der in Wien lebende Hamburger Michael Maertens hier vorzugsweise spielt. Dieser Alceste, der die Menschen hasst, weil sie verlogen sind, und an seinem Ekel über ihr abgeschmacktes Verhalten fast wahnsinnig werden kann, ist für ihn gemacht.

Man kann es aber auch anders sehen: Michael Maertens, dessen Schauspielkunst sich in einem unnachahmlich verächtlichen und dabei extrem trockenen "so" verdichten kann, treibt Molières Menschenfeind weit über seine Rolle des moralischen Anklägers einer verlotterten Hofgesellschaft hinaus. In seinen hysterischen Wutausbrüchen, deren Heftigkeit ...

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