Nietzsches Testament

Ludger Lütkehaus

Von Ludger Lütkehaus

Sa, 24. Oktober 2009

Kultur

Der Schwabe Verlag dokumentiert die Autographen-Sammlung des Ehepaars Rosenthal-Levy im Nietzschehaus in Sils Maria

Autographen Friedrich Nietzsches haben sei je eine besondere Aura – auch im Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit: ihrer Faksimilierbarkeit. Das hängt vorab mit dem Leben ihres Verfassers zusammen, seinem nomadischen, umgetriebenen Wanderleben, das sich unter ewig wechselnden, nur selten wiederkehrenden Bedingungen schreibend artikuliert. Nietzsche war kein Sitzdenker, der am Schreibtisch ersessene Gedanken rein schriftlich fixiert hätte, sondern ein Denker, der in jedem Sinn stets in Bewegung war und proteisch-vielfältig seine Aphorismen, Fragmente und Essays notierte.

Die Krankheiten seines Lebens, zumal seine Augenkrankheiten, haben seinen Autographen eine prekäre Lesbarkeit gegeben, die zwischen Unentzifferbarkeit, ja, Chaos ("Ich schreibe wie ein Schwein") und dem Sinn für die Klarheit ...

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