Alle Seeleute gerettet

dpa

Von dpa

Mi, 11. September 2019

Panorama

US-Küstenwache befreit vier vermisste Crewmitglieder.

BRUNSWICK (dpa). Nach dem Kentern eines Frachters vor der Südostküste der USA sind alle vier eingeschlossenen Besatzungsmitglieder gerettet worden. Die US-Küstenwache teilte am Montagnachmittag (Ortszeit) zunächst mit, es sei gelungen, drei Männer aus dem Rumpf des Schiffes zu befreien. Die Bergung des vierten Mannes gestaltete sich schwieriger. Er saß in einem Maschinenraum hinter Glas fest. Am Abend konnten Einsatzkräfte auch ihn aus dem Schiff holen.

Die Golden Ray war in der Nacht zu Sonntag vor der Küste des US-Bundesstaats Georgia nahe dem Hafen der Stadt Brunswick in Schieflage geraten und gekentert. Der Grund war nach Angaben der US-Küstenwache noch unklar. An Bord befanden sich demnach 24 Menschen, inklusive eines amerikanischen Lotsen. 20 Menschen waren sofort gerettet worden, vier galten als vermisst.

Die Küstenwache veröffentlichte ein Video auf Twitter, das zeigte, wie der vierte Seemann aus einem in den Rumpf des Tankers gebohrten Loch geborgen wurde. Mitglieder der Rettungsmannschaft brachen in Applaus aus. Der zuständige Kommandeur der Küstenwache vor Ort, Kapitän John Reed, dankte seinem Team für "den besten Tag meiner Karriere". US-Präsident Donald Trump bescheinigte der Küstenwache, einen "großartigen Job" gemacht zu haben.

Am Montag hatte die Küstenwache zunächst mitgeteilt, dass die vier Seeleute gefunden worden seien und lebten. Dann begann die Rettungsaktion. Einsatzkräfte bohrten zunächst ein Loch in den Rumpf des Frachters, um die Eingeschlossenen mit Wasser und Essen zu versorgen.