AUCH DAS NOCH: Als Edda gesund, als Wilma krank

Karl-Heinz Fesenmeier

Von Karl-Heinz Fesenmeier

Do, 14. November 2019

Panorama

Eine Hundebesitzerin ist wütend. Schon lange und so sehr, dass sie vor dem Landgericht Münster aufs Ganze geht. Ein außergerichtlicher Vergleich kommt für sie nicht in Frage, sagt ihr Anwalt der dpa. Was war geschehen? Die Frau kaufte über Ebay-Kleinanzeigen einen Mops namens Edda. Das war vor einem Jahr. Die Verkäuferin war die westfälische Stadt Ahlen. Diese wiederum kam zum Mops wie die Jungfrau zum Kind. Sie hatte ihn nämlich bei einer Schuldnerin gepfändet. Ob das überhaupt so geht – Hunde pfänden und dann auch noch im Internet verhökern – ist ein juristisch delikater Seitenaspekt dieses Verfahrens. Der Klägerin ist das egal. Die Frau fühlt sich von der Stadt Ahlen betrogen, weil sie für Mops Edda stolze 690 Euro berappt hatte – im Glauben, dass dieser kerngesund sei. So hatte ihn nämlich der aus ihrer Sicht hundsgemeine Vollziehungsbeamte im Netz angepriesen. War er aber nicht. Im Gegenteil. Wilma, wie die klagende Polizistin den Mops seit dem Besitzerwechsel nennt, habe mehrere Operationen benötigt und Medikamente noch dazu. Das Geld will sie nun von der Stadt zurück und fordert Schadenersatz von über 20 000 Euro. Wau!