Die Venus glänzt

dpa

Von dpa

Mi, 15. Januar 2020

Panorama

Der Sternenhimmel im Wintermonat Januar.

STUTTGART (dpa). In der Abenddämmerung strahlt als erstes, noch lange bevor die Sterne sichtbar werden, im Südwesten ein helles Gestirn auf. Es ist die Venus, die den Jahresreigen als sogenannter Abendstern beginnt. Nach Sonne und Mond ist Venus das hellste Gestirn am irdischen Firmament. Ende des Monats versinkt der Abendstern erst kurz vor 21 Uhr unter dem südwestlichen Horizont. Unter extrem günstigen Sichtbedingungen kann man zu Monatsende den stets eiligen Merkur tief im Südwesten ausmachen.

Mars ist Planet am Morgenhimmel. Am 17. wandert der kalte Wüstenplanet etwa zehn Vollmondbreiten nördlich am tiefroten Antares vorbei, dem Hauptstern des Skorpions. Da Antares in der Nähe der Sonnenbahn steht, wird er manchmal mit Mars verwechselt. Zurzeit ist Antares eindeutig heller. Antares bedeutet "marsähnlicher Stern" wegen seiner ebenfalls rötlichen Farbe und seiner Position im Tierkreis. Der Name stammt aus dem Griechischen: Ares heißt der Kriegsgott.

Jupiter kann man ab 25. Januar am Morgenhimmel knapp über dem Südwesthorizont ausmachen. Der Riesenplanet ist eindeutig heller als Mars und Antares. Saturn kann nicht gesehen werden.

Der Wintersternenhimmel entfaltet seine volle Pracht. Leitsternbild des Winterhimmels ist der Orion. Ein heller, rötlicher Stern deutet die östliche Schulter an. Er wird Beteigeuze genannt. Man vermutet, dass dieser Stern im fortgeschrittenen Lebensalter demnächst in einer gewaltigen Explosion, einer Supernova, zerrissen wird. Doch was heißt demnächst? Das kann in einer Million, vielleicht aber erst in hundert Millionen Jahre der Fall sein. Für einen Milliarden Jahre alten Stern eine kurze Zeitspanne.