Grabungen abgeschlossen

dpa

Von dpa

Mi, 10. April 2019

Panorama

Verschwundenes Mädchen.

FLOSSENBÜRG (dpa). Die Grabungen in der Oberpfalz im Fall der seit fast 43 Jahren vermissten Monika Frischholz sind vorerst abgeschlossen. Als Nächstes müssten die Ermittler die Ergebnisse sichten, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagabend. Die Beamten hatten seit Montag in der oberpfälzischen Gemeinde Flossenbürg an der Grenze zu Tschechien mit Baggern nach der Leiche der verschollenen Schülerin gesucht. Die damals Zwölfjährige Monika F. war am 25. Mai 1976 verschwunden, nachdem sie ihr Elternhaus in Flossenbürg verlassen hatte. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie ermordet wurde.

Am Fundort eines vergrabenen VW Käfers am Rande der Gemeinde wurde noch am Dienstag intensiv ermittelt. An einem Waldrand suchten die Beamten ein etwa 50 Quadratmeter großes Areal ab, das laut Polizeisprecher etwa zwei Meter tief ausgehoben wird. Bei der Suche in dieser Woche fanden die Ermittler nach eigenen Angaben unter anderem kleine Knochenteile, bei denen es sich nach ersten Untersuchungen aber vermutlich um Tierknochen handeln dürfte. Tiefergehende Analysen dazu könnten mehrere Tage oder auch Wochen dauern, hieß es. Zudem sei ein Autokennzeichen bei dem Fahrzeugwrack gefunden worden, sagte der Sprecher. Dieses stamme aus Nordbayern. Details nannte der Sprecher zunächst nicht.

Ende vergangenen Jahres rollten die Ermittler nach einem neuen Hinweis, der ein Tötungsdelikt nahelegte, den Fall wieder auf. Das weckte bei den Menschen in dem 1500-Seelen-Ort die Hoffnung, dass das Rätsel um Monikas Verschwinden gelöst werden kann, wie Bürgermeister Thomas Meiler (CSU) sagte.