HIV bleibt weltweit ein Problem

dpa

Von dpa

Mi, 17. Juli 2019

Panorama

Vor allem die hohe Zahl an Neuinfektionen in Osteuropa und Zentralasien gibt Anlass zur Sorge.

GENF (dpa). In Osteuropa und Zentralasien hält der besorgniserregende Aufwärtstrend neuer HIV-Infektionen an: Im vergangenen Jahr stieg dort die Zahl der Menschen, die mit dem Aids-Erreger infiziert sind, um 29 Prozent, wie das UN-Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) am Dienstag berichtete. Insgesamt seien in der Region mit Russland, der Ukraine und rund einem Dutzend anderen Ländern etwa 1,7 Millionen Menschen mit HIV infiziert.

Auch im Nahen Osten, Nordafrika und Lateinamerika stiegen die Zahlen. Nach wie vor sei Ost- und Südafrika aber die am stärksten betroffene Region, mit 20,6 Millionen Infizierten. Dort mache aber Südafrika Fortschritte: Die Zahl an Neuinfektionen sei seit 2010 um 40 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Todesfälle im gleichem Umfang reduziert worden.

Das HI-Virus schädigt und zerstört bestimmte Zellen der Immunabwehr und macht Infizierte anfällig für Krankheiten. Unbehandelt ist die Folge Aids. Der Erreger lässt sich mit antiretroviralen Medikamenten in Schach halten. Studien haben zudem belegt, dass HIV unter wirksamer Therapie nicht ansteckend ist. Die Mittel müssen lebenslang genommen werden.

Weltweit hätten sich im vergangenen Jahr 1,7 Millionen Menschen neu angesteckt, so UNAIDS – ein Rückgang um 16 Prozent seit 2010. 2018 lebten demnach eine Million mehr Menschen mit HIV als im Jahr davor, insgesamt 37,9 Millionen.