Warnung vor Rauschgift

In Frankreich wird extrem reines Kokain an den Strand gespült

dpa

Von dpa

Di, 12. November 2019 um 14:06 Uhr

Panorama

Die Tüten sollen die Größe eines Schuhkartons haben und sehr gefährlich sein: Ermittler rätseln, woher die rund 870 Kilogramm Kokain kommen.

In Frankreich wird vor Kokain-Päckchen gewarnt, die an Strände der Atlantikküste gespült werden. Das in Plastik eingepackte Rauschgift sei extrem gefährlich, da es sehr rein sei, sagte der Staatsanwalt der westfranzösischen Stadt Rennes, Philippe Astruc, dem Nachrichtensender BFMTV. Es dürfe auf keinen Fall konsumiert werden. Die Atlantikküste, die im Süden bis zum Grenzort Hendaye im französischen Baskenland reicht, ist bei vielen Touristen beliebt, auch aus dem Ausland.

Die Ermittler rätseln, woher die Päckchen, die laut Astruc etwa die Größe eines Schuhkartons haben, stammen. Sie könnten beispielsweise bei einem Sturm über Bord gegangen sein. Ein Grund könnte auch eine Schiffshavarie sein.

Wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag unter Berufung auf die Ermittler berichtete, wurden Päckchen mit einem Gesamtgewicht von über 870 Kilo gefunden - hauptsächlich mit Kokain. Grob geschätzt dürfte das einem Straßenverkaufswert von rund 68 Millionen Euro entsprechen. Die ersten Funde habe es bereits Mitte des vergangenen Monats gegeben.

An der Küste westlich der Hafenstadt Bordeaux sei ein 17-Jähriger verhaftet worden, der mit fünf Kilo Kokain unterwegs war, das er zuvor gefunden hatte.