Insolvenz

Thomas Cook sagt Reisen bis Ende 2019 ab – auch wenn sie bezahlt sind

dpa/AFP

Von dpa & AFP

Mi, 09. Oktober 2019 um 13:00 Uhr

Wirtschaft

Der insolvente deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook hat alle Reisen bis einschließlich 31. Dezember abgesagt. Das gilt auch, wenn sie bereits teilweise oder gänzlich bezahlt wurden.

Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Oberursel bei Frankfurt mit. "Wir bedauern sehr, dass wir diese Reisen absagen müssen, können aber deren Durchführung nicht gewährleisten", sagte Stefanie Berk, Vorsitzende der Geschäftsführung. Das Unternehmen arbeite mit Hochdruck daran, ab 1. Dezember 2019 wieder operativ tätig zu sein und dann auch Reisen ab dem Jahresbeginn 2020 wieder anbieten zu können.

Die von der Ausweitung dieses Zeitraums betroffenen Gäste sollten nun "so schnell wie möglich" von den Veranstaltern informiert werden. Dies gilt für die Veranstaltermarken Thomas Cook Signature, Thomas Cook Signature Finest Selection, Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin sowie für über Thomas Cook International gebuchte Leistungen.

Thomas Cook Deutschland war in den Strudel der Pleite des britischen Mutterkonzerns geraten und hatte am 25. September Insolvenz angemeldet. Alle Pauschalreisegäste, die sich zu diesem Zeitpunkt an ihrem Urlaubsziel befanden, konnten ihren Urlaub nach Unternehmensangaben "regulär bis zum Ende fortführen". Bis auf einige Langzeitreisende seien mittlerweile fast alle 140.000 Gäste wieder planmäßig in ihre Heimat zurückgekehrt. Damit sei eines der wichtigsten Ziele, alle Reisenden aus den Urlaubsgebieten sicher wieder an ihre Ausgangsorte zurückzubringen, erreicht.