Hoeneß-Abschied

Weltmeister, Moralist und Steuersünder: Servus, Mister FCB!

Patrick Guyton

Von Patrick Guyton

Fr, 15. November 2019 um 11:17 Uhr

1. Bundesliga

BZ-Plus Die polarisierende Bayern-Legende Uli Hoeneß gibt an diesem Freitag alle seine Ämter ab. Bei der Verabschiedung in der Olympiahalle in München wird bei den Fans kein Auge trocken bleiben.

Am Samstag, 26. Oktober, siegt der FC Bayern München daheim in der Allianz-Arena mit 2:1 gegen Union Berlin. Vor dem Spiel hat Uli Hoeneß einen besonderen Einsatz. Der Vereinspräsident ehrt im Stadion neun Menschen, die im Alltag Zivilcourage gezeigt haben. Darunter ist Sandra Behr aus dem fränkischen Kronach, die in einem Park eingriff und verhinderte, dass eine 18-Jährige vergewaltigt wurde. Oder die vier Bürger, die sich in Ravensburg einem mutmaßlich psychisch kranken Messerstecher in den Weg stellten. "Diese mutigen Menschen haben nicht weggesehen, als andere in Not geraten sind", sagt Hoeneß.

Einsatz für Zivilcourage
Auf dem Fußballrasen vor der roten Fankulisse überreicht der 67-Jährige Urkunden, Geldgeschenke und Anstecker mit der Aufschrift "Zusammenhalt macht stark". Hoeneß ist auch Kuratoriums-Vorsitzender der Dominik-Brunner-Stiftung. Diese wurde vor zehn Jahren im Gedenken an den Mann gegründet, der sich in der S-Bahn schützend vor Kinder gestellt hatte und daraufhin von zwei jungen Männern am Bahnhof München-Solln totgeprügelt worden war.

Kümmerer und Wohltäter – das ist eine Facette der Persönlichkeit von Uli Hoeneß, es gibt auch andere. An diesem Freitag tritt er von seinen Ämtern als FC-Bayern-Präsident sowie Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern München AG ab. In der Münchner Olympiahalle werden ihn die Mitglieder feiern, dass kein Auge trocken bleibt. Ein wenig die Strippen ziehen dürfte Hoeneß bei dem Verein aber ...

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