Zwei Verletzte nach Schüssen vor Moschee

dpa

Von dpa

Di, 29. Oktober 2019

Panorama

84-Jähriger festgenommen.

BAYONNE (dpa). Ein 84-Jähriger hat am Montagnachmittag vor einer Moschee im Südwesten Frankreichs das Feuer eröffnet und zwei Menschen schwer verletzt. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Schützen später an seinem Wohnhaus fest. Der Mann hat sich in der Vergangenheit politisch bei den Rechten engagiert. Staatschef Emmanuel Macron nannte die Tat einen "abscheulichen Angriff".

Der Schütze hatte zunächst versucht, vor der Tür der Moschee in Bayonne Feuer zu legen. Dabei war er von zwei Männern überrascht worden und und schoss auf sie, wie die zuständige Präfektur mitteilte. Bei den Opfern handelt es sich um einen 74 und einen 78 Jahre alten Mann, sie kamen in ein Krankenhaus. Der Schütze zündete außerdem ein Auto an und flüchtete anschließend. Medienberichten zufolge hatte er eine Gasflasche in seinem Auto, auch vor der Moschee sei Brandbeschleuniger gefunden worden.

Zum Motiv des Täters gab es zunächst keine weiteren Informationen. Er war bis 2015 Mitglied der rechtsextremen Partei Front National , wie ein Sprecher bestätigte. Allerdings sei er dann ausgeschlossen worden. Er soll zuvor bei einer Regionalwahl kandidiert haben. Parteichefin Marine Le Pen erklärte kurz nach der Tat auf Twitter, dass es sich um einen "unvertretbaren Akt" handle, der den Werten der Bewegung widerspreche.

Die Regionalzeitung Sud Ouest berichtete, dass der 84-Jährige in der Gegend bekannt sei und in der Vergangenheit mit fremdenfeindlichen und homophoben Äußerungen aufgefallen sei. Präsident Macron erklärte, man werde Hass in Frankreich niemals tolerieren. Es würden alle Anstrengungen unternommen, um die muslimischen Landsleute zu schützen.