Rechte Gruppierungen

AfD will über Betriebsratswahlen Einfluss in Firmen gewinnen

Günther M. Wiedemann

Von Günther M. Wiedemann

Di, 13. Februar 2018 um 12:48 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Der Arm der AfD: Bei den am 1. März beginnenden Betriebsratswahlen will sie über rechte Gruppierungen in den Betriebsräten stärker Fuß fassen. Das bereitet Arbeitgebern und Gewerkschaften zunehmend Sorge.

Sie werden zunehmend nervöser in den Führungsetagen der DGB-Gewerkschaften. Zwar bemühen sich die Verantwortlichen, nach außen hin gelassen zu wirken, wenn man Fragen stellt zum Thema Gewerkschaften und AfD. Doch die Suche nach dem richtigen Umgang mit Rechtspopulisten und Vertretern der rechtsextremistischen Szene sorgt für Unsicherheit.

Gerade jetzt – am 1. März beginnen nämlich die Betriebsratswahlen. Mehrere rechte, auch rechtsextremistische Grüppchen bereiten sich darauf vor, den Platzhirschen IG Metall, Verdi und Co. Stimmen und Mandate abzujagen. Mit noch nie so guten Aussichten für die bis Ende Mai dauernden Abstimmungen. Manche Gruppierungen suchen dabei den Schulterschluss mit der AfD.

Nicht direkt als AfD, aber über rechte Gruppierungen
Deren Bundestagsabgeordneter Jürgen Pohl und Sprecher für Arbeitnehmerfragen sagte der Badischen Zeitung: "Wir werden uns an den Betriebsratswahlen beteiligen." Zwar nicht direkt als AfD, wohl aber über Gruppierungen, die sich als Arbeitnehmerflügel dieser rechtsnationalen Partei verstehen.

Pohl selbst hat eine dieser Gruppen gegründet. Er nennt sie Gewerkschaft: Alternativer Arbeitnehmerverband Mitteldeutschland (Alarm). Außerdem gibt es AVA (Alternative Vereinigung der Arbeitnehmer) – mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen – und Aida (Arbeitnehmer in der AfD). Gemeinsam ist ihnen die Kritik an den DGB-Gewerkschaften. Diese würden nicht mehr die Interessen der Arbeitnehmer vertreten. "Aida, AVA und Alarm unterstützen unabhängige ...

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