Wahl in der Schweiz

Der baselstädtische Ständeratssitz bleibt weiter in SP-Hand

sda

Von sda

So, 20. Oktober 2019 um 18:32 Uhr

Baselland

Finanzdirektorin Eva Herzog wurde in Basel erwartungsgemäß als Anita Fetz’ Nachfolgerin gewählt. Dessen Parteikollegin Tanja Soland kommt in den Basler Regierungsrat.

Der baselstädtische Ständeratssitz bleibt weiter in SP-Hand: Finanzdirektorin Eva Herzog wurde erwartungsgemäß als Anita Fetz’ Nachfolgerin gewählt. Für sie kommt Parteikollegin Tanja Soland in den Basler Regierungsrat. Auch sie erzielte am Sonntag die im ersten Wahlgang erforderliche absolute Mehrheit.

Tanja Soland distanzierte ihre Gegenkandidatinnen aus FDP und GLP deutlich. Die 43-jährige Großrätin und Anwältin war die einzige Kandidatin aus dem rotgrünen Lager. Sie erhielt 26 935 Stimmen, 243 mehr als notwendig. Die Wahlbeteiligung betrug 50,7 Prozent. Abgeschlagen an zweiter Stelle mit 14 290 Stimmen liegt Ökonomin Nadine Gautschi (FDP), hinter deren Kandidatur auch SVP, CVP und LDP standen.

Rotgrüne Regierung seit 2005

Dahinter folgt die Anwältin und Großrätin Katja Christ (GLP) mit 7989 Stimmen. Der Rechtsaußen-Politquerulant Eric Weber erhielt 2600 Stimmen. Somit bleibt es in der Basler Regierung auch ab Februar 2020 bei drei Sitzen der SP und je einem von LDP, FDP, CVP und Grünen. Basel-Stadt hat seit 2005 eine rotgrüne Regierungsmehrheit. Die künftige Departementsverteilung steht noch nicht fest.

Herzog wechselt nach 14 Jahren von der kantonalen Exekutive in die kleine Kammer des Schweizer Parlaments. Ihre beiden bürgerlichen Herausforderinnen, die LDP-Kantonalpräsidentin Patricia von Falkenstein sowie die SVP-Großrätin und ehemalige Profi-Degenfechterin Gianna Hablützel-Bürki hatten keine Chance. Herzog bekam mehr als doppelt so viele Stimmen wie die beiden zusammen und übertraf die absolute Mehrheit klar, dies bei knapp 50 Prozent Wahlbeteiligung.

Entscheidung in Baselland noch offen

In Baselland wird die Nachfolge von Ständerat Claude Janiak (SP), der nach zwölf Jahren nicht mehr antrat, wie erwartet erst in der Stichwahl am 24. November bestimmt: Im ersten Wahlgang erreichte niemand die erforderliche absolute Mehrheit. Das beste Resultat erzielte FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger, gefolgt von Nationalrätin Maja Graf (Grüne) und SP-Nationalrat Eric Nussbaumer.