Europa

Deutsche und französische Verwaltungen wollen enger zusammenarbeiten

Sebastian Wolfrum

Von Sebastian Wolfrum

Mo, 20. Mai 2019 um 15:46 Uhr

Freiburg

Tandempartnerschaften, Hospitanzen, gemeinsame Politik: Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und Département du Haut Rhin haben eine Kooperationsvereinbarung ins Leben gerufen.

Die Partnerschaftsvereinbarung ist unterschrieben: Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und das Département du Haut Rhin wollen in Zukunft noch enger zusammenarbeiten. Am Montagnachmittag unterzeichneten Landrätin Dorothea Störr-Ritter und Départementspräsidentin Brigitte Klinkert die Vereinbarung im Landratsamt in Freiburg.

Die beiden Gebietskörperschaften haben vergleichbare Funktionen. Stör-Ritter sprach von einem "kleinen historischen Moment", der Deutsch-Französischen-Zusammenarbeit in der Region. Klinkert sagte, "wir betreten kein Neuland. Aber, das, was in der Praxis schon besteht, bekommt ein offizielles Gesicht." Die Vereinbarung sei ein Schritt zum Zusammenwachsen "im Herzen Europas.

Kontakte zwischen den Gebietskörperschaften gibt es seit Jahren. So finden deutsch-französische Klärwärtertreffen statt, es gibt eine Zusammenarbeit bei Verkehr, Straßenwesen und im sozialen Bereich. Département und Kreis sind die wichtigsten Geldgeber für die binationale Berufsberatungsstelle Infobest Vogelgrun bei Breisach.

2019 soll ein Treffen zum Thema erneuerbare Energien stattfinden. Ein Austausch ist in Sachen Jugendschutz geplant. Der Gewerbepark Breisgau könnte als Beispiel für die Entwicklung von interkommunalen Gewerbegebieten sein. Zudem soll ein Austausch unter Mitarbeitern stattfinden und es sollen drei Franzosen im Landratsamt hospitieren.

Auch Tandem-Partnerschaften zwischen Verwaltungsmitarbeitern sollen angeboten werden. Gedacht wird ebenso an einen Austausch von Kommunalpolitikern. Frankreich will sich an der Landesgartenschau zu beteiligen, die 2022 in Neuenburg am Rhein stattfindet.