Namensänderung

Die letzte Hindenburgschule im Land

Michael Gilg

Von Michael Gilg

Sa, 06. April 2013

Südwest

In Bad Säckingen soll die Hindenburg-Schule einen neuen Namen bekommen.

BAD SÄCKINGEN. Die Hindenburgschule in Bad Säckingen soll einen neuen Namen bekommen. Sie ist die letzte Schule im Land, die den Namen des einstigen Generalfeldmarschalls trägt. Neben Schulleiter Dieter Walz wollen auch der Gemeinderat sowie Bürgermeister Alexander Guhl die Namensänderung nun endlich vollziehen.

Schnell war die städtische Volksschule in der Trompeterstadt nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zur Hindenburgschule geworden: Bereits am 31. März 1933 setzte die NSDAP zu dem seit 1904 amtierenden Bürgermeister Josef Trunzer einen kommissarischen Beigeordneten ein: Der Niederbayer Max Uttenthaler leitete fortan die Gemeinderatssitzung: Er ernannte Reichspräsident Paul von Hindenburg, Reichskanzler Adolf Hitler und den badischen Reichskommissar Robert Wagner zu Ehrenbürgern und verfügte auch die Namensänderung für die Volksschule. Ganz so wie in vielen deutschen Städten.

Im Rückblick wird sichtbar, dass Hindenburg, ein überzeugter Monarchist, der im Ersten Weltkrieg zum Generalfeldmarschall aufgestiegen war und 1925, mit 77 Jahren, zum zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt ...

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