Reinach

Endress+Hauser ist nicht ganz zufrieden mit den Geschäften 2015

Michael Baas

Von Michael Baas

Sa, 07. Mai 2016

Wirtschaft (regional)

BZ-INTERVIEW mit E+H-Chef Matthias Altendorf zum Geschäftsverlauf 2015, Lehren, die das Unternehmen daraus zieht und dem gesellschaftspolitischen Umfeld.

er Reinacher Messtechnik- und Automatisierungsspezialist Endress+Hauser ist nicht ganz zufrieden mit den Geschäften 2015. Zwar steigerte die Firmengruppe den Umsatz um 6,5 Prozent auf über 2,1 Milliarden Euro; das aber verdankt sich primär Wechselkurseffekten. In Lokalwährungen stieg der Umsatz kaum, in Franken sank er gar um 6,6 Prozent. Tatsächlich habe sich E+H, das zwischen 2010 und 2014 stets neue Bestmarken vorlegte, nicht wie erhofft entwickelt, sagte Firmenchef Matthias Altendorf zur Vorlage der Bilanz. Michael Baas hat nachgefragt.

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BZ: Herr Altendorf, Endress+Hauser ist hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Müssen Sie umsteuern?

Altendorf: Die Entscheidung der Schweizer Nationalbank im Januar 2015, den Franken vom Euro zu entkoppeln, hat uns – zugegeben – überrascht. Wir mussten für einen Teil der Produkte Preise reduzieren, um keine Marktanteile zu verlieren. Um diesen Kostenschub von 15 bis 20 Prozent in der Organisation zu verarbeiten, brauchen wir aber mehr als ein Jahr. Das lässt sich in zwölf Monaten nicht durch Produktivitätsgewinne und Kostenoptimierungen kompensieren.

BZ: Ihr Verwaltungsratspräsident Klaus Endress hat darauf hingewiesen, dass 2015 ein paar Dinge besser zu machen gewesen wären. Was hat er gemeint?

Altendorf: Ein Aufhänger – und darauf habe ich selbst ebenfalls hingewiesen – sind die stark gefallenen Öl- und Gaspreise. Da hätten wir schneller gegensteuern und Alternativen in anderen Märkten suchen können. Zudem hätten wir beim Personalaufbau vorsichtiger sein können. Wir haben ja gut 500 Leute zusätzlich eingestellt. Deshalb werden wir beim Stellenaufbau dieses Jahr zurückhaltend sein – zumal in der Schweiz. Wir müssen unsere Kosten im Auge behalten.

BZ: 2015 waren zunächst 600 neue Stellen geplant. Es wird also ...

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