Crowdfunding

Finanzierung für Scaramouche-Film: Das Ziel ist fast erreicht

Christian Kramberg

Von Christian Kramberg

Mi, 12. Juni 2019 um 15:14 Uhr

Lahr

BZ-Interview mit dem Lahrer Filmemacher Pirmin Styrnol über das Crowd funding für den geplanten Scaramouche-Film und den Beginn der Dreharbeiten.

Noch bis Samstag, 23.59 Uhr, dauert das Crowdfunding für den geplanten Dokumentarfilm "Heart and Soul" über die frühere Lahrer Band Scaramouche. BZ-Redakteur Christian Kramberg sprach mit dem Lahrer Filmemacher Pirmin Styrnol, der mit seinem Bruder Maik hinter dem Projekt steckt, über die Finanzierung und die weiteren Dreharbeiten.

BZ: Wie ist der aktuelle Stand bei der Crowdfunding-Kampagne?

Styrnol: Wir haben das Ziel noch nicht ganz erreicht, es sieht aber gut aus. Etwa 3000 Euro von den angepeilten 20 000 Euro fehlen noch.

BZ: Woher kommen die Spenden?

Styrnol: Es sind sehr viele Privatpersonen, die uns Geld geben. Große Resonanz haben wir aus dem Raum Stuttgart, was vielleicht an der SWR1-Sendung mit den vier Scaramouche-Mitgliedern liegt. Dort haben sie auch live gesungen. Aber auch aus dem Raum Lahr gibt es viele Reaktionen.

BZ: Wie geht es jetzt weiter?

Styrnol: Am Samstag nach dem Ende des Crowdfundings werden mein Bruder Maik und ich erst einmal durchschnaufen. Danach geht es zweigleisig weiter: Wir kümmern uns weiter um die Finanzierung und ich werde mich an den ersten Drehbuchentwurf machen. Ende August beginnen dann die Dreharbeiten unter anderem mit Interviews mit den Musikern und Wegbegleitern.

BZ:Wann soll der Film fertig sein?

Styrnol: Die Premiere ist Ende 2020 geplant – pünktlich zum 25-Jahr-Jubiläum des Erscheinens des ersten Scaramouche-Albums "Born in December".

BZ: Ein Nebenprodukt der Vorbereitungen auf die Scaramouche-Dokumentation war der Konzertfilm mit der Band Oil im Schlachthof.

Styrnol: Ja, bei Oil spielen mit Gert Endres und Marc Vetter zwei Mitglieder aus der Original-Besetzung von Scaramouche mit. Wir haben das Konzert mit sechs Kameras auf 24 Tonspuren dreht, herausgekommen ist ein 70-minütiger Film, der bei Amazon Prime zu sehen ist.

BZ: Was hat die Band dazu gesagt?

Styrnol: Sie fand den Film klasse, wir hatten einen Riesenspaß als wir ihn zusammen angeschaut haben. Wobei ich Taner Demiralay und Wolfgang Richter von der Lahrer Rockwerkstatt hervorheben will. Sie haben einen bombastischen Job an Ton und Licht gemacht.

BZ: War der Konzertfilm nur eine Fingerübung für die große Dokumentation?

Styrnol: Nein, wir werden zwei weitere Konzertfilme auf Amazon Prime veröffentlichen: mit Bet Williams und Pervez Mody. Dann haben wir drei Genres abgedeckt: Hardrock, Singer/Songwriter und Klassik.

Pirmin Styrnol (28) stammt aus Lahr und arbeitet als Sprecher, Redakteur und Journalist für den Südwestrundfunk, sein Bruder Maik (26) betreibt in Lahr als Komponist und Toningenieur ein eigenes Studio. Beide sind mit der Musik von Scaramouche aufgewachsen, die Eltern waren große Fans. Wer noch Geld für den Film spenden will, kann dies unter http://mehr.bz/crowdband tun. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es unter http://www.scaramouche-film.de