Oberrhein

Fischtreppen oder Rheinschlingen: Wie kann der Lachs zurückkehren?

Bärbel Nückles

Von Bärbel Nückles

Mo, 08. Juli 2019 um 11:10 Uhr

Südwest

BZ-Plus Die Staaten am Rhein waren sich lange Zeit einig, dass wieder Lachse in dem Fluss angesiedelt werden sollen. Fischpassagen sollten helfen. Doch nun präsentiert Frankreich ganz andere Ideen.

Der Rhein war vor seinem Umbau im 19. Jahrhundert durch den badischen Ingenieur Johann Gottfried Tulla ein mäanderndes, weitverzweigtes Sumpfland. Aus heutiger Sicht eine ökologische Wunderwelt. Im Zuge der Industrialisierung blieb von diesem Urbild wenig. Der Chemieunfall von Sandoz bei Basel 1986, bei dem tonnenweise Gift und Löschwasser ins Wasser gelangten, gab dem in ein enges Bett gezwängten Fluss den letzten Rest: Sämtliche Lebewesen verendeten. Wenn das Rheinwasser in der heutigen Qualität für Fische wieder ein freundlicheres Milieu bietet, dann ist dies nicht zuletzt der Zusammenarbeit der Anrainerstaaten in der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) zu verdanken. Neben Frankreich, Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Luxemburg gehören ihr Belgien, Liechtenstein und Österreich mit einem Beobachterstatus an.

Bis 2020 sollen wieder Lachse im Rhein bei Basel schwimmen
Die IKSR hatte sich damals zum Ziel gesetzt, den Rhein für die dort einst heimischen Arten, insbesondere die sogenannten Wanderfische, wieder durchgängig zu machen – und zwar bis Basel. In früheren Jahrhunderten gehörte der Lachs zu den Speisefischen am Oberrhein. Doch lange Zeit gab es ihn dort nicht mehr: Der Fisch ...

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