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Von dpa

Di, 22. Oktober 2019

Südwest

Womöglich ein Wolf — Mit Finanzen zufrieden — Pläne für Aquakultur

SCHAFSRISSE

Womöglich ein Wolf

Ein Wolf hat im Nordschwarzwald möglicherweise fünf Schafe und eine Ziege gerissen. Es habe zwei Vorfälle in der Gemeinde Forbach im Kreis Rastatt gegeben, so das Umweltministerium am Montag. Im Nordschwarzwald wird seit knapp zwei Jahren immer wieder ein Wolf nachgewiesen, der schon einige Nutztiere gerissen hat. Am Freitag seien vier tote Schafe gefunden worden, zum Teil mit Bissspuren am Hals. Nach Ansicht von Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) könnten die Schafe gerissen worden sein. Das müsse bei einer Untersuchung noch nachgewiesen werden. Am Samstag waren in einem zweiten Fall ein totes Schaf und eine Ziege gefunden worden, die wegen der Schwere ihrer Verletzungen dann getötet werden musste. Hier geht die FVA von Rissen aus. Ob es sich um einen Hund, einen Fuchs oder einen Wolf handelt, soll mit einer genetischen Untersuchung geklärt werden.

LANDESKIRCHE


Mit Finanzen zufrieden

Trotz negativer Mitgliederprognosen ist Finanzchef Oberkirchenrat Martin Wollinsky mit der finanziellen Situation der Evangelischen Landeskirche in Baden zufrieden. "Die badische Kirche ist in einer soliden finanziellen Situation und hat bereits viel vorgesorgt", sagte der Finanzreferent am Montag bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs vor der in Bad Herrenalb tagenden Landessynode. 2020 rechnet die Kirche mit geschätzten Steuereinnahmen in Höhe von 313 Millionen Euro, 2021 können 319 Millionen Euro zusammenkommen. Dies entspreche einem leichten Rückgang.

BODENSEE

Pläne für Aquakultur

Die Genossenschaft "Regio Bodensee Fisch" will ihre Pläne für eine Fischzucht im Bodensee vorantreiben. Ein Antrag für eine Aquakultur liege in der Entwurfsfassung vor, so ein Sprecher des Landratsamtes in Konstanz. Die Genossenschaft will als Pilotprojekt bis zu vier Netzgehege mit einer Größe von 12 mal 12 Metern in 30 Metern Tiefe im Bodensee installieren. Derzeit sei man in Gesprächen mit einer Firma aus der Türkei, die den Bau der geplanten Netzgehege umsetzen solle. Der Agrarexperte der Landtagsgrünen, Reinhold Pix, äußerte sich sehr kritisch: "Wir werden keinen offenen Netzgehegen zustimmen, bei denen Futtermittel und Kot unkontrolliert in den See eingetragen werden."