Übernahme

Logistikunternehmen Panalpina verliert in Basel bis zu 165 Stellen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 15. Oktober 2019 um 13:29 Uhr

Basel

Der dänische Logistikkonzern DSV hat das Schweizer Unternehmen übernommen. An dessen Hauptstandort in Basel fallen Stellen weg. DSV bekennt sich aber auch zum Standort.

Beim Schweizer Logistikunternehmen Panalpina gehen nach der Übernahme durch den dänischen Logistikkonzern DSV am Hauptsitz in Basel bis zu 165 von derzeit rund 300 Arbeitsplätzen verloren.

Das nach schweizerischem Recht vorgeschriebene Konsultationsverfahren sei eingeleitet worden und ein Sozialplan werde erarbeitet, teilte DSV am Montag mit. Man habe die Lage nach der Übernahme analysiert und werde überlappende Funktionen abbauen oder an den Hauptsitz im dänischen Hedehusene verlegen, teilte DSV weiter mit. Konkret sollen in der Gesellschaft Panalpina Management bis Ende des Jahres bis zu 100 Stellen abgebaut werden. Bis zu 52 weitere kommen bis Mitte 2020 hinzu. In zwei weiteren Gesellschaften sind es nochmals maximal 13 Stellen.

Mitarbeiter können Vorschläge machen

Überschneidungen gebe es mit der Zusammenführung der IT-Systeme insbesondere in der IT-Abteilung, schreibt DSV. Wahrscheinlich werde es zu Kündigungen kommen. Mitarbeiter in diesen Bereichen seien darüber bereits informiert worden. Sie können bis Freitag Vorschläge machen, wie Überschneidungen vermieden oder abgemildert werden können.



Gleichzeitig gibt der dänische Konzern aber auch ein Bekenntnis zum Basler Standort ab. Er gehe derzeit davon aus, dass nach dem Umbau Mitte 2020 etwa die Hälfte der rund 300 Mitarbeiter von Panalpina in Basel verbleiben können. Man werde den Logistikteil im Raum Basel sogar ausbauen. Die Integrationsphase dauere zwei bis drei Jahre. Auf der operativen Ebene seien keine großen Überschneidungen zu erwarten. Der Grund für die Integration sei schließlich Wachstum des Konzerns.

Kaufpreis beträgt 4,6 Milliarden Franken

Panalpina beschäftigt weltweit rund 14.000 Mitarbeiter, 300 davon am Hauptsitz in Basel. Bis zum Frühjahr war die Ernst-Göhner-Stiftung in Zug die größte Aktionärin. Anfang April einigte man sich nach monatelangem Hin und Her mit dem Käufer DSV. Für einen Preis von 4,6 Milliarden Franken schlugen die Dänen schließlich zu. Panalpina kam 2018 auf einen Umsatz von gut sechs Milliarden Franken – halb so viel wie DSV. Das neue Unternehmen DSV Panalpina A/S ist seit der Übernahme der viertgrößte Logistikkonzern der Welt mit knapp 18 Milliarden Franken Umsatz und 60.000 Mitarbeitern in 90 Ländern.