Schopfheim

Schopfheimer Priester soll seliggesprochen werden

Gerhard Kiefer

Von Gerhard Kiefer

Do, 27. März 2014 um 08:02 Uhr

Südwest

Der Schopfheimer Priester Max Josef Metzger wurde vor 70 Jahren von den Nazis umgebracht. Nun will sein Heimatbistum Freiburg, dass der Papst ihn als Märtyrer seligspricht.

Für das Todesurteil am 14. Oktober 1943 brauchte Hitlers rasender Richter ganze 70 Verhandlungsminuten. Roland Freisler, Chef des Volksgerichtshofs, nennt den 1887 in Schopfheim geborenen Priester und Pazifisten Max Josef Metzger einen "ehrlosen Volksverräter". Am 17. April 1944 lässt Metzger unter dem Fallbeil sein Leben. Nun, 70 Jahre danach, will sein Heimatbistum Freiburg ihn vom Papst als Märtyrer seligsprechen lassen.

Weil das Urteil im Zuchthaus von Brandenburg-Görden vollstreckt wurde, hätte das Bistum Berlin die Seligsprechung einleiten müssen. Doch dem ist der Mann aus dem fernen Südbaden kein Anliegen. Und es hat wohl auch den sechsstelligen Betrag nicht, den so ein Verfahren kostet. Doch auch Freiburg hat gezögert. Erst Erzbischof Oskar Saier (1932–2008) machte den Vorschlag. Formell in Gang gebracht hat den Prozess dann sein Nachfolger Robert Zollitsch 2006 – ...

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