Sicherheit

Der Kanton Baselland testet eine neue Wild-Warnanlage

sda

Von sda

Di, 12. November 2019 um 06:27 Uhr

Baselland

Der Kanton will Wildunfällen vorbeugen. Auf einer Straße im Baselland soll ein Sensorsystem die Autofahrer vor Tieren warnen. Bisher habe die Prävention nur mäßig funktioniert.

Der Kanton Basel-Landschaft testet auf einer Straße bei Ziefen eine neue Wildtier-Warnanlage. Sie soll Autofahrer über ein Sensorensystem vor Tieren warnen, die sich der Straße nähern. Im Jagdjahr 2019/2019 registrierte der Kanton 634 Verkehrsunfälle mit Wildtieren. Weil der Individualverkehr tendenziell zunehme, sei auch eine Zunahme solcher Unfälle zu befürchten, heißt es in einer Pressemitteilung des Amts für Wald beider Basel. Bislang eingesetzte Präventionsmaßnahmen, die verhindern sollen, dass Wildtiere die Straßen überqueren, seien nur mäßig erfolgreich gewesen, heißt es weiter. Die Tiere hätten sich an die abschreckenden Geruchs-, Licht- und Tonsignale gewöhnt und diese zunehmend ignoriert.

Autofahrer sollen stärker in die Pflicht genommen werden

Jetzt will der Kanton die Autofahrer stärker in die Pflicht nehmen. Ein Warnanlage soll die Verkehrsteilnehmer aktuell vor Wildtieren warnen, die sich der Straße nähern und sie dazu anhalten, das Tempo zu drosseln. Die Wildtiere sollen über Sensoren an den Randleitpfosten erfasst werden. Orange Warnblinker sollen die Verkehrsteilnehmer sodann auf die mögliche Unfallgefahr aufmerksam machen. Im November startet auf einer Straße bei Ziefen ein zweijähriger Feldversuch. Zusammen mit dem Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften werden Fachstellen des Kantons die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit der Anlage überprüfen.