Unis fordern mehr Geld

dpa

Von dpa

Fr, 12. Juli 2019

Südwest

Nach Freiburg nun Hohenheim.

STUTTGART (dpa). Der Druck der zunehmend klammen Universitäten auf das Land nimmt zu. Nach der Freiburger Universität fordert nun auch die Universität Hohenheim in Stuttgart mit deutlichen Worten mehrere Millionen Euro aus dem Landeshaushalt, um die steigenden Kosten aus den vergangenen Jahren auszugleichen. Den Universitäten stünden 34 Prozent weniger Mittel pro Student zur Verfügung als vor 20 Jahren, heißt es in einem Appell der Hochschule. "Das Geld fehlt bei der Ausbildung künftiger Fachkräfte genauso wie bei der essenziellen Forschung und Förderung der Innovationskraft, um den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg zu sichern."

Nach Angaben der Landesrektorenkonferenz müssen die Universitäten Jahr für Jahr fehlende Mittel in einer Größenordnung von fünf bis zehn Millionen Euro pro Universität aus Forschung und Lehre für andere Zwecke umschichten. Damit sie das strukturelle Finanzdefizit in den Griff bekommen könnten, müssten den Hochschulen zusätzliche drei Prozent der Mittel zur Verfügung gestellt werden, fordern die Unis. So könnten unter anderem Tariferhöhungen und Inflation ausgeglichen werden.