Versäumnisse im Fall Staufen

Karl-Heinz Fesenmeier

Von Karl-Heinz Fesenmeier

Fr, 07. September 2018

Südwest

Kommission legt Abschlussbericht vor: Gerichtsentscheidungen nicht nachvollziehbar.

FREIBURG. Schwerwiegende Versäumnisse der beteiligten Gerichte, mangelnder Informationsaustausch zwischen den Behörden, keinerlei Kontrolle gerichtlicher Gebote – das sind einige wesentliche Gründe, warum der schwere sexuelle Missbrauch eines Jungen in Staufen lange unentdeckt geblieben ist. Eine gemeinsame Untersuchungskommission, die das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe, das Amtsgericht Freiburg und das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald gebildet haben, hat am Donnerstag in Freiburg ihren Abschlussbericht vorgelegt.

"Es geht nicht um Schuldzuweisungen", sagte OLG-Präsident Alexander Riedel vor Journalisten. Nach der massiven Behördenkritik habe man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen wollen. Im Blickpunkt der Aufarbeitung des Staufener Falls stehen die Gerichte. In der Tat analysiert der Bericht ziemlich offen die für den Jungen ...

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