Französische Erstaufführung

Wagners "Liebesverbot" in Straßburg: Geniale Hinterfotzigkeit

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Di, 10. Mai 2016

Theater

Französische Erstaufführung nach 180 Jahren: Wagners "Liebesverbot" in Straßburg.

Ein Café im Stil der 1920er Jahre. Man lacht, man trinkt, man feiert ausgelassen. Einer verschwindet mit einer "Dame" im glamourösen, eng anliegenden pinkfarbenen Kleid im Souterrain – Richtung Toilette. Dass er aussieht wie einer der drei Musketiere fällt im allgemeinen Treiben gar nicht so richtig ins Gewicht. Südländisch-romanischer Alltag… Bis die bajuwarisch anmutende Mannschaft ins Lokal einbricht und erst einmal für Ruhe und Anstand sorgt. Erste Maßnahme: Plakate mit Verbots-Piktogrammen werden an die Wand genagelt. Keine freie Liebe, kein Karneval. Und die Vitrine mit den Spirituosen wird auch gleich mit rot-weiß-roten Absperrbändern versiegelt. Wehe, wenn die Lederhosenträger kommen…

Das böse Wort schwingt schon im Titel von Richard Wagners zweiter Oper mit: "Das Liebesverbot". Dass er, der kleine große Sachse, mit seiner ...

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