Abschied von der Plastiktüte

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Von dpa

Do, 07. November 2019

Wirtschaft

Gesetzentwurf beschlossen.

BERLIN (dpa). Beutel, Rucksack oder Tragenetz – aber jedenfalls keine Plastiktüte: An Deutschlands Ladenkassen sollen Einweg-Tragetaschen aus Kunststoff verboten werden. Der Gesetzentwurf von Bundesumweltministerin Svenja Schulze wurde am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen. Es geht um die typischen Tüten, die man im Supermarkt oder anderen Geschäften beim Bezahlen bekommt und die in aller Regel inzwischen etwas kosten – nicht aber um Müllbeutel oder andere, die nicht zur Verpackung gedacht sind. Dünne Beutel etwa für Obst bleiben ebenso erlaubt wie stabilere Tüten.

"Plastiktüten sind der Inbegriff von Ressourcenverschwendung: Sie werden aus Rohöl hergestellt und oft nur wenige Minuten genutzt", sagte die SPD-Politikerin Schulze in Berlin. Das Verbot sei ein Signal gegen Wegwerfmentalität. Obwohl die Nutzung der nun vom Verbot betroffenen Tüten zurückgegangen sei, würden noch 1,6 Milliarden Stück im Jahr in Deutschland verbraucht. "Immer mehr Menschen gewöhnen sich daran, Mehrwegtaschen dabei zu haben", sagte Schulze. Auch bio-basierte und bio-abbaubare Tragetaschen sollen verboten werden. Die seien eine "Mogelpackung".