Tarifverhandlungen

An der Freiburger Uniklinik fallen wegen Warnstreiks 140 Operationen aus

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 04. November 2019 um 16:34 Uhr

Freiburg

Es geht um einen neuen Tarifvertrag: An der Freiburger Uniklinik und am Universitäts-Herzzentrum in Bad Krozingen haben am Montag zusammen mehr als 1000 Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt.

Das teilt die Dientsleistungsgewerkschaft Verdi mit, die zu dem ganztägigen Warnstreik aufgerufen hatte. Hintergrund sind die aktuellen Tarifverhandlungen für die 25 000 Tarifbeschäftigten an den vier Unikliniken in Baden-Württemberg. Allein in Freiburg wurden laut Verdi 140 Operationen abgesagt sowie 800 ambulante Termine. Erstmals hätten sich auch UHZ-Beschäftigte aus Bad Krozingen am Streik und der Kundgebung am Platz der Alten Synagoge beteiligt.

Die Notfallversorgung war laut Uniklinik gewährleistet

Benjamin Waschow, Pressesprecher der Uniklinik, bestätigte die Zahlen. "Im Ambulanz- und OP-Bereich gab es bei uns am Montag gar keinen Normalbetrieb, die Notfallversorgung war aber gewährleistet", so Waschow. Man habe im Vorfeld mit der Gewerkschaft eine Notdienstvereinbarung geschlossen. Diese habe sichergestellt, dass alle notfallmedizinischen Eingriffe, die Intensivpflege und dringenden Operationen stattfinden konnten.