Deutsche Bahn fordert Millionen-Schadenersatz

Oliver Sachs

Von Oliver Sachs

Mo, 30. September 2019

Wirtschaft

BERLIN (dpa). Die Deutsche Bahn fordert von den am sogenannten Lkw-Kartell beteiligten Herstellern Schadenersatz in Höhe von rund 500 Millionen Euro. So viel hätten Bahn, Bundeswehr und andere Unternehmen einschließlich Zinsen wegen der Preisabsprachen der Lastwagenhersteller zuviel gezahlt, teilte der Konzern am Sonntag mit. Eine entsprechende Klage werde beim Landgericht München eingereicht. Externe Experten hätten die Summe ermittelt. Die Bundeswehr und 40 weitere Unternehmen "aus allen Bereichen der deutschen Wirtschaft" hätten ihre Ansprüche an die Bahn abgetreten, heißt es in der Mitteilung. Die Lkw-Hersteller sollten sich ihrer Verantwortung stellen. Wegen der Bildung des Kartells hatte die EU-Kommission 2016 und 2017 Geldbußen in Höhe von insgesamt fast vier Milliarden Euro verhängt. Nach ihrer Feststellung hatten die Lastwagenhersteller MAN, Daimler, Volvo/Renault, DAF, Iveco und Scania von 1997 bis 2011 untereinander Informationen zum Beispiel über Preise ausgetauscht. Die höchste Einzelstrafe mit rund einer Milliarde Euro musste Daimler bezahlen.