Die verwaisten Milliarden

Thorsten Knuf

Von Thorsten Knuf

Mi, 30. Oktober 2019

Wirtschaft

BZ-Plus Guthaben von herrenlosen Konten fallen in Deutschland spätestens nach 30 Jahren an die Bank.

BERLIN. Bei deutschen Kreditinstituten schlummern riesige Summen auf Konten, zu deren Inhabern die Banken keinen Kontakt mehr haben. Wenn sich Inhaber oder Erben nicht melden, fällt das Geld an die Banken. Die Bundesregierung sieht keinen Grund, dies zu ändern. Großbritannien hingegen hat ein System entwickelt, um die Mittel für gemeinnützige Zwecke zu nutzen.

Wie viel Geld genau auf verwaisten Konten liegt, weiß niemand genau. Offizielle Statistiken gibt es nicht, Schätzungen reichen von zwei bis neun Milliarden Euro. Die Banken haben in solchen Fällen vor langer Zeit den Kontakt zu ihren Kunden verloren, weil diese unbekannt verzogen oder verstorben sind und sich keine Erben melden.

Erben wiederum haben oft nur ein lückenhaftes Wissen darüber, bei welchen Banken die Erblasser Konten unterhielten. Von "nachrichtenlosen Konten" ist die Rede, ...

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