Kunststoffspritzgießer

Eisenbacher Autozulieferer F. Morat meldet Kurzarbeit an

Peter Stellmach

Von Peter Stellmach

Mi, 13. November 2019 um 09:15 Uhr

Eisenbach (Hochschw.)

Die Krise der Autobranche hat Folgen für den Eisenbacher Kunststoffspritzgießer F. Morat. Wie das Unternehmen mit derzeit 130 Mitarbeitern mitteilte, gilt von Januar 2020 an Kurzarbeit.

Beim Eisenbacher Kunststoffspritzgießer F. Morat greift von Januar 2020 an Kurzarbeit. Davon ist die Belegschaft am Dienstag unterrichtet worden. Das zur Franz Morat Group gehörende Unternehmen beschäftigt gegenwärtig 130 Mitarbeiter.

"Unser gemeinsames Ziel ist es, die Arbeitsplätze unserer Stammbelegschaft langfristig zu sichern. Dazu ist Kurzarbeit in der aktuellen Situation die richtige Maßnahme," sagt Gökhan Balkis, Geschäftsführer der Franz Morat Group, zu der F. Morat gehört.

Einzelheiten, wie die Kurzarbeit ausgestaltet wird – in welchem Umfang und wie lange –, würden noch geklärt, sagt Unternehmenssprecher Stefan Federer.

Wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, beträgt der Automotive-Anteil von F. Morat rund 55 Prozent. Dabei handle es sich um Hochpräzisionskomponenten der Verzahnung, überwiegend Komfortlösungen wie Sitzverstellungen, Heckklappenöffnungen, Scheibenverdunklungen, Start-und- Stopp-Automatik. "Die Krise in der Automobilbranche, in Kombination mit der durch Handelskonflikte und politische Unruhen verursachten Konjunkturabkühlung, resultierte in den vergangenen Monaten in einer rückläufigen Auslastung in der Produktion", heißt es.

Nachdem sich Krisen-Anzeichen aus der Automobilbranche verdichtet hatten, wurden seit August Überstunden abgebaut und befristete Arbeitsverhältnisse nicht verlängert. Der Betriebsrat sei in alle Entscheidungen eingebunden gewesen.

Die übrige Kapazität, die von Kurzarbeit nicht betroffen ist, macht F. Morat mit allgemeinen Industrielösungen für Motoren, unter anderem auch für Dosier- und Pumpentechnik oder Anwendungen in Medizin und Rehabilitation.