Google & Co. sollen zahlen

dpa

Von dpa

Do, 10. Oktober 2019

Wirtschaft

OECD-Vorschlag zu Steuern.

PARIS (dpa). Im Streit um eine gerechtere Besteuerung großer Internetriesen hat die OECD einen ersten Vorschlag für einen "einheitlichen Ansatz" auf internationaler Ebene vorgelegt. Er sieht unter anderem vor, dass die Besteuerung sich nicht nur am jeweiligen Firmensitz orientiert, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichtem Papier der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit Sitz in Paris hervorgeht. Stattdessen sollen internationale Unternehmen wie Google, Amazon oder Apple auch dort Abgaben zahlen, wo Kunden beziehungsweise Nutzer von Dienstleistungen sitzen und die Unternehmen Umsätze erzielen.

Es handele sich bei dem OECD-Vorschlag um einem Kompromiss aus mehreren konkurrierenden Vorschlägen aus den Mitgliedstaaten. Er basiere unter anderem auf den Überlegungen der führenden Wirtschaftsmächte von G20-Gipfel im Juni in Japan. Der neue Ansatz ziele nicht nur auf Internetriesen ab, sondern auch auf verbraucherorientierte internationale Unternehmen.

Die Top-Wirtschaftsmächte der G7 hatten sich im Sommer darauf verständigt, bis Januar 2020 auf Ebene der OECD ein globales Regelwerk zu vereinbaren. Es soll klären, in welchen Ländern digitale Unternehmen Steuern zahlen müssen. Paris hatte zuletzt im Alleingang die Digitalsteuer auf nationaler Ebene eingeführt.