Heimisches Obst

Konkurrenz aus der Türkei: Südbadische Kirschen-Anbauer sind frustriert

Theresa Steudel

Von Theresa Steudel

Mi, 14. August 2019 um 10:11 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Die Kirschenernte in Südbaden ist vorbei. Obwohl sie überwiegend gut war, sind viele Landwirte unzufrieden. Sie bleiben auf ihren Früchten sitzen – weil türkische Kirschen die Preise drücken.

Thomas Streif klingt aufgebracht am Telefon. "Im Moment sind unsere Sorgen immens", sagt der Landwirt aus Lautenbach bei Oberkirch. "Es macht keinen Spaß mehr." Streif baut Brenn- und Industriekirschen an. Beide bekomme er derzeit nicht verkauft, berichtet er. Die Brennkirschen nicht, weil 2018 und 2019 im Großen und Ganzen gute Erntejahre waren und der Markt voll ist. Die Industriekirschen nicht, weil Importware aus der Türkei, weltweit der größte Kirschenproduzent, die Preise drückt.

Das Kilo Kirschen verkaufte Streif in diesem Jahr für einen Preis zwischen 1,30 Euro und 2,50 Euro. "Damit es sich für mich lohnt, muss ich eigentlich 5 Euro verlangen", sagt er. Für den Endverbraucher hieße das, dass im Supermarkt das Kilo Kirschen zwischen 8 und ...

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