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dpa

Von dpa

Fr, 12. Juli 2019

Wirtschaft

Kartellamt sagt nein — 500 Jobs weg — Vorsicht bei Bisphenol

MÜLL-FUSION

Kartellamt sagt nein

Die womöglich folgenreichste Fusion auf Deutschlands Müllmarkt ist vorerst vom Tisch. Das Bundeskartellamt hat dem Entsorgungsriesen Remondis aus Lünen die Fusion mit der Kölner Firma DSD untersagt, welche die Markenrechte am Recyclingzeichen Grüner Punkt hält. Das gab die Behörde am Donnerstag in Bonn bekannt. Der Zusammenschluss "hätte zu einer erheblichen Behinderung des Wettbewerbs bei den dualen Systemen geführt", erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt. Die Marktmacht von Remondis wäre aus seiner Sicht am Ende zu Lasten der Verbraucher gegangen.

OPEL

500 Jobs weg

Der Autobauer Opel baut 500 Stellen in seinen Werken in Eisenach und Kaiserslautern ab. Wie ein Unternehmenssprecher am Donnerstag bestätigte, sollen im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern 300 Beschäftigte mittels Abfindungen oder Frühverrentung gehen, im thüringischen Eisenach weitere 200. Bereits im Juni hatte Opel vermeldet, dass im Stammwerk Rüsselsheim 600 Beschäftigte freiwillig gehen sollen. Somit beträgt der komplette Personalabbau in der Produktion 1100 Personen.

SCHADSTOFFE

Vorsicht bei Bisphenol

Die in vielen Alltagsprodukten enthaltene Chemikalie Bisphenol A ist nach einem Urteil des EU-Gerichts zu Recht als besonders besorgniserregender Stoff eingestuft. Die Luxemburger Richter wiesen eine Klage der Plastikindustrie gegen den Beschluss der EU-Staaten ab, den auch als BPA bekannten Stoff auf eine Warnliste zu setzen. Er gilt als hormonell wirksam und schädlich für die Fortpflanzung.