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afp

Von afp

Do, 23. Mai 2019

Wirtschaft

Gericht urteilt später — Firma wird abgewickelt — Gesetz auf dem Weg — Steuererleichterungen — Kein Interesse an Wechsel

KÜKENTÖTEN

Gericht urteilt später

Das Bundesverwaltungsgericht hat seine für diesen Donnerstag geplante Entscheidung zum millionenfachen Kükentöten auf 13. Juni verschoben. Es gebe weiteren Beratungsbedarf, sagte eine Sprecherin des Gerichts.

BRITISH STEEL

Firma wird abgewickelt

Der zweitgrößte britische Stahlproduzent British Steel ist pleite und soll abgewickelt werden: Die britische Justiz ordnete am Mittwoch die Zwangsauflösung des Unternehmens an, nachdem zuvor Verhandlungen zur Rettung des Unternehmens gescheitert waren. Letztlich gehen rund 5000 Jobs verloren, außerdem sind 20 000 weitere Stellen durch die Lieferkette mit British Steel verbunden. British-Steel-Eigentümer Greybull macht für die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens vor allem das Brexit-Chaos verantwortlich.

KOHLEAUSSTIEG

Gesetz auf dem Weg

Der Kohleausstieg bis spätestens 2038 kommt und mit ihm 40 Milliarden Euro für den Strukturwandel in den betroffenen Regionen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch entsprechende Eckpunkte. Herzstück dieses Gesetzes sind Finanzhilfen des Bundes an die Länder für regionale Investitionen mit einem Gesamtwert von bis zu 14 Milliarden Euro. Darüber hinaus will der Bund bis zu 26 Milliarden Euro für Projekte vor allem zum Ausbau der überregionalen Verkehrsinfrastruktur und der Ansiedlung von Forschungseinrichtungen und Bundesbehörden in den Kohleregionen aufbringen. FORSCHUNGSFÖRDERUNG

Steuererleichterungen

Forschende Unternehmen sollen künftig milliardenschwere steuerliche Vorteile bekommen. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg gebracht. Bund und Länder veranschlagen für die unbefristete Förderung pro Jahr rund 1,27 Milliarden Euro.

OPEL-INGENIEURE

Kein Interesse an Wechsel

Die geplante Auslagerung von 2000 Opel-Arbeitsplätzen an den Dienstleister Segula wollen viele Beschäftigte nicht mitmachen. Insgesamt haben sich 1340 Mitarbeiter des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim entschieden, das Unternehmen freiwillig zu verlassen, wie Unternehmen und Betriebsrat am Mittwoch mitteilten.