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Von bia

Di, 29. Oktober 2019

Wirtschaft

Flamanville "Misserfolg" — Autos online erhältlich — Zweite Frau im Vorstand — Wachstum in China

ATOMKRAFT IN FRANKREICH

Flamanville "Misserfolg"

Das einstige Prestigeprojekt der französischen Atomindustrie ist ein einziger "Misserfolg". Zu diesem Urteil über den geplanten Druckwasserreaktor im nordfranzösischen Flamanville kommt ein Bericht im Auftrag der Regierung in Paris. Die Experten prangern massive Planungs- und Baufehler, jahrelange Verzögerungen und eine Vervierfachung der Baukosten auf mehr als zwölf Milliarden Euro an. Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire rief den mehrheitlich staatlichen Betreiber Electricité de France (EDF) auf, binnen eines Monats einen Aktionsplan gegen die Missstände vorzulegen. Die französische Atomsicherheitsbehörde ASN verlangt, "erhebliche Löcher" in Schweißnähten in dem Betonmantel zu beseitigen, der bei einem Störfall den Austritt von Radioaktivität verhindern soll. Eine Inbetriebnahme ist laut EDF nun frühestens Ende 2022 möglich, zehn Jahre später als ursprünglich geplant.

PORSCHE

Autos online erhältlich

Der Sportwagenbauer Porsche verkauft seine Autos nun auch online und folgt damit dem Beispiel anderer Hersteller. Seit Montag könnten Fahrzeuge aus der gesamten Produktpalette nicht nur direkt bei Händlern, sondern auch im Internet erworben werden, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Bundesweit machten alle 88 Porsche-Händler bei der Vertriebsreform mit, hieß es.

DEUTSCHE BAHN

Zweite Frau im Vorstand

Die Deutsche Bahn richtet für die verlustreiche Güterbahn möglicherweise ein eigenes Vorstandsressort ein. Die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe, Sigrid Nikutta, stellt sich dazu an diesem Mittwoch im Personalausschuss des Aufsichtsrats vor, wie aus Kreisen des Kontrollgremiums verlautete. Überzeugt die 50-jährige Psychologin, könnte sie bei einer Sondersitzung am 7. November als zweite Frau in den Vorstand berufen werden. Damit würde der Bahnvorstand von sechs auf sieben Ressorts erweitert. Die Bahn verliert im Güterverkehr seit Jahren Marktanteile.

ERGO-VERSICHERUNG

Wachstum in China

Die Düsseldorfer Ergo-Versicherung will ihre Präsenz in China durch ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Autohersteller Great Wall Motors (GWM) ausbauen. Künftig sollen Autokäufer bei den 1000 Great-Wall-Händlern zugleich die Versicherung kaufen können. Ergo will auch Industrieversicherungen für die Fabriken des Autoherstellers sowie Gewerbe- und Privatversicherungen für die Händler und 70 000 Mitarbeiter von GWM anbieten.