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Oliver Sachs

Von Oliver Sachs

Sa, 19. Oktober 2019

Wirtschaft

Weniger Umsatz — Energieeffizienter — Chinesen investieren — Tarifeinigung — Führungswechsel

RAYMOND DEUTSCHLAND

Weniger Umsatz

Der Autozulieferer Raymond Deutschland wird Im laufenden Jahr sein Umsatzziel nicht erreichen. Dies sagte Geschäftsführer Jürgen Trefzer bei einer Jubilarfeier. Man habe einen Umsatz von 267 Millionen Euro angestrebt, werde letztendlich aber nur bei 246 Millionen landen. Damit läge man fünf Prozent unter dem Umsatz des Vorjahres. Der Grund, so Trefzer, sei einfach: Fast alle Autohersteller hätten 2019 zehn Prozent weniger Fahrzeuge hergestellt als im Vorjahr. Da seien natürlich auch weniger Befestigungsclips aus dem Hause Raymond benötigt worden. Für 2020 peile man nun einen Umsatz von 255 Millionen Euro an. Raymond Deutschland ist ein bedeutender Arbeitgeber in Südbaden mit Standorten in Weil, Lörrach und Bremgarten. Die Betriebsratsvorsitzende Petra Pässler lobte, dass Raymond auf die Auftragseinbußen nicht mit Entlassungen reagiert habe, sondern mit Arbeitszeitreduzierungen.

GLAS TRÖSCH

Energieeffizienter

Das Bad Krozinger Unternehmen Glas Trösch wird in Zukunft energieeffizienter produzieren. Grundlage dafür ist de 400. KEFF-Check in der Region Südlicher Oberrhein. Bei diesem Check erhalten kleine und mittlere Firmen eine kostenlose, unabhängige Energieeffizienz-Analyse. Ziel ist es, bei den jeweiligen Arbeitsprozessen sowohl Energie, Kohlendioxid und damit auch Betriebskosten einzusparen.

Die 1966 gegründete Firma, die 1990 vom Schweizer Unternehmen Trösch gekauft wurde, stellt unter anderem Isolierglas sowie Sicherheitsglas her und beschäftigt am Standort Schmidhofen derzeit 120 Mitarbeiter. Träger der KEFF Südlicher Oberrhein ist der gemeinnützige Verein Strategische Partner – Klimaschutz am Oberrhein, dem 120 Mitglieder angehören.

BATTERIEZELLEN-FABRIK

Chinesen investieren

Die Bauarbeiten für eine der größten Batteriezellen-Fabriken für Elektroautos in Europa haben in Thüringen begonnen. Der chinesische CATL-Konzern (Contemporary Amperex Technology Ltd.) werde in den nächsten fünf Jahren bis zu 1,8 Milliarden Euro investieren, sagte Europapräsident Matthias Zentgraf am Freitag beim ersten Spatenstich in Arnstadt. "Das ist unser erster Produktionsstandort außerhalb Chinas." Schrittweise würden bis zu 2000 Arbeitsplätze entstehen.
GEBÄUDEREINIGER

Tarifeinigung

Nach sieben Verhandlungsrunden und etlichen Warnstreiks steht der Rahmentarifvertrag für die rund 650 000 Gebäudereiniger in Deutschland. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt einigte sich mit den Arbeitgebern unter anderem auf höhere Lohnzuschläge und mehr Urlaub. Die zentrale Forderung nach einem Weihnachtsgeld wurde hingegen auf die Gehaltsverhandlungen im kommenden Jahr vertagt.

CECONOMY

Führungswechsel

Nach nur sieben Monaten an der Spitze des vor allem durch seine Elektronikketten Media Markt und Saturn bekannten Konzerns musste Vorstandschef Jörn Werner am Donnerstag seinen Hut nehmen. In einer Sitzung berief der Ceconomy-Aufsichtsrat den Aufsichtsrat Bernhard Düttmann zum vorläufigen neuen Konzernchef für die nächsten zwölf Monate. Die Trennung von Werner erfolge einvernehmlich.