Kurz gemeldet

afp

Von afp

Mi, 22. Mai 2019

Wirtschaft

OECD senkt Prognose — Deutsche zahlen viel — Mehr schwarze Listen — Export nach China leidet — Kläger scheitern erneut

KONJUNKTUR

OECD senkt Prognose

Die Sorge vor einer weiteren Eskalation internationaler Handelskonflikte belastet nach Ansicht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Konjunktur. Nachdem die OECD im März ihre Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum von 3,5 auf 3,3 Prozent gesenkt hatte, geht sie im am Dienstag vorgelegten Wirtschaftsausblick für 2019 noch von 3,2 Prozent aus. 2020 rechnet sie mit 3,4 Prozent.

STROMPREISE

Deutsche zahlen viel

Private Haushalte in Deutschland zahlen in der EU fast die höchsten Strompreise. Im zweiten Halbjahr 2018 kostete eine Kilowattstunde im bundesweiten Schnitt 30 Cent, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Nur in Dänemark war es mehr (31,2 Cent). Der europäische Durchschnitt liegt bei 21,1 Cent. Entgegen des europäischen Trends ist Strom in der Bundesrepublik aber nicht teurer geworden. In der EU stieg der Preis zwischen 2017 und 2018 um 3,5 Prozent, hierzulande sank er um 1,6 Prozent.
MONSANTO

Mehr schwarze Listen

Der US-Saatgutkonzern Monsanto hat Kritiker-Listen in mindestens sieben Ländern erstellen lassen. Der Mutterkonzern Bayer geht davon aus, dass in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden kritische Politiker, Wissenschaftler und Journalisten aufgelistet wurden, zudem Kritiker im Umfeld der EU-Institutionen.

MASCHINENBAU

Export nach China leidet

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hinterlässt Spuren im Exportgeschäft deutscher Maschinenbauer. Im ersten Quartal legten Ausfuhren nach China nur um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. Weltweit exportierte Deutschland in den ersten drei Monaten Maschinen für 43,8 Milliarden Euro – ein Plus von 2,1 Prozent. Der Export in EU-Länder stieg um 3,9 Prozent, der in die USA sogar um 10,4 Prozent.

KIK

Kläger scheitern erneut

Mit der Klage gegen den Textildiscounter Kik wegen eines Fabrikbrands in Pakistan 2012 sind vier Kläger auch in der Berufungsinstanz gescheitert. Das Oberlandesgericht Hamm hält "etwaige Schmerzensgeldansprüche" für verjährt und hat daher die Anträge auf Prozesskostenhilfe für das Berufungsverfahren abgelehnt.