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dpa, bas, bz

Von dpa, Barbara Schmidt & BZ-Redaktion

Sa, 15. August 2020

Wirtschaft

Zwei Prozent mehr Lohn — Enttäuschende Zahlen — Hoher Verlust

MINERALBRUNNEN

Zwei Prozent mehr Lohn

Die rund 2000 Beschäftigten der Mineralbrunnenindustrie in Baden-Württemberg bekommen von 1. September an zwei Prozent mehr Lohn. Auch das Urlaubsgeld und die Ausbildungsvergütung steigen um zwei Prozent, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Freitag mitteilte. Sie hatte ursprünglich 6,25 Prozent mehr Lohn gefordert, Beschäftigte hatten der Forderung durch Warnstreiks Nachdruck verliehen. Die Arbeitgeber verwiesen auf Umsatzeinbußen infolge der Corona-Krise. Der Tarifvertrag, der bis 31. März 2021 läuft, gilt unter anderem für Lieler Schlossbrunnen in Schliengen, Schwarzwaldsprudel in Wildberg, Winkels in Donaueschingen, die Mineralquellen in Bad Peterstal sowie die Mineralbrunnen Bad Liebenzell und Bad Dürrheim.

CHINAS WIRTSCHAFT

Enttäuschende Zahlen

In China haben enttäuschende Daten zur Industrieproduktion und zur Umsatzentwicklung im Einzelhandel Hinweise auf eine nachlassende Konjunkturdynamik geliefert. Im Juli sei die Industrieproduktion zwar gestiegen, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Der Zuwachs habe aber im Jahresvergleich nur 4,8 Prozent betragen, wohingegen Analysten mit einem stärkeren Anstieg um 5,2 Prozent gerechnet hatten. Noch deutlicher fiel der Dämpfer im Einzelhandel aus. Hier meldete die Statistikbehörde für Juli einen Umsatzrückgang von 1,1 Prozent im Jahresvergleich.
HELLA

Hoher Verlust

Der Licht- und Elektronikspezialist Hella hat wegen hoher Abschreibungen infolge der Corona-Krise im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/2020 (Ende Mai) einen hohen Verlust eingefahren. Der auf die Aktionäre entfallende Fehlbetrag lag bei minus 431 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte Hella noch einen Überschuss von 630 Millionen Euro erwirtschaftet. Hella hat einen Sparkurs angekündigt. Davon ist auch das Werk in Wembach mit seinen 780 Beschäftigten betroffen.