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dpa

Von dpa

Mi, 13. November 2019

Wirtschaft

Heizstrom teurer — Land hat eigene Pläne — Scholz will nicht senken — Wirtschaftsklima mau — Noch mehr Pakete — Stellenabbau geplant

ENBW

Heizstrom teurer

Der Energieversorger EnBW erhöht zum 1. Januar die Preise für Heizstrom. Das trifft die Nutzer von Wärmepumpen und Nachtspeicheröfen. Die Preissteigerungen lägen zwischen 5,8 und 6,3 Prozent, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das bedeute bei durchschnittlichem Stromverbrauch eine Mehrbelastung zwischen 105 und 131 Euro im Jahr, hieß es. Wer nur Haushaltsstrom von EnBW beziehe, sei von der Preiserhöhung nicht berührt, betont der Karlsruher Versorger.

GRUNDSTEUER

Land hat eigene Pläne

Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) hat ein eigenes Grundsteuer-Modell für Baden-Württemberg vorgeschlagen. In einem Brief an die Vorsitzenden und Finanzexperten der grün-schwarzen Regierungsfraktionen vom Dienstag regt sie eine "Bodenwertsteuer" an. "Sie beinhaltet eine Wertkomponente, verzichtet jedoch auf die Berücksichtigung des Gebäudes", heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Kommunen nehmen jährlich 1,8 Milliarden Euro aus der Grundsteuer ein.

BESTEUERUNG DER FIRMEN

Scholz will nicht senken

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Forderungen der Wirtschaft und aus der Union nach niedrigeren Unternehmensteuern erneut eine Absage erteilt. Ein internationaler Steuersenkungswettbewerb müsse vermieden werden, sagte Scholz am Dienstag auf dem Arbeitgebertag in Berlin. Es bestehe sonst die Gefahr, dass der Staat seine Aufgaben nicht mehr erfüllen könne. Eine Gesellschaft könne aber nur funktionieren, wenn die Infrastruktur und öffentliche Aufgaben finanziert werden könnten. "Irgendwer muss dazu Steuern zahlen, meistens die, die es besonders gut können."

DEUTSCHE FIRMEN IN CHINA

Wirtschaftsklima mau

Die schwächelnde Wirtschaft in China wirkt sich deutlich auf das Geschäft deutscher Firmen vor Ort aus. "Die Erwartungen der deutschen Unternehmen sind so niedrig wie seit Jahren nicht mehr", teilte die deutschen Handelskammer in Peking am Dienstag anlässlich der Veröffentlichung ihrer jährlichen Mitgliederbefragung zum Geschäftsklima mit. Demnach gingen lediglich ein Viertel (27 Prozent) der deutschen Unternehmen noch davon aus, in diesem Jahr ihre Geschäftsziele in der Volksrepublik erreichen zu können. Insbesondere in den Branchen Automobil und Maschinenbau – den traditionell starken Sektoren der deutschen Wirtschaft – sind die Vorhersagen deutlich zurückgegangen.

DEUTSCHE POST

Noch mehr Pakete

Der boomende Online-Handel kurbelt die Paketgeschäfte der Deutschen Post DHL weiter an. Im dritten Quartal verschickte der Branchenriese im Inland 368 Millionen Sendungen und damit 6,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Bonner Unternehmen am Dienstag mitteilte. Da die Firma Paketpreise erhöht hatte und trotzdem keine Kunden in nennenswerter Zahl absprangen, zog der Umsatz in diesem Segment noch stärker an – um knapp 10 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

OSRAM

Stellenabbau geplant

Der Lichttechnikkonzern Osram will laut IG Metall in Deutschland 800 von derzeit 5600 Arbeitsplätzen abbauen. "Mit dem sogenannten ,Effizienzprogramm‘ gefährdet der Osram-Vorstand die Zukunft von Osram", kritisierte der Unternehmensbeauftragte der IG Metall, Klaus Abel, die Pläne zum Stellenabbau. Osram-Chef Berlien kommentierte die von der IG Metall genannte Zahl nicht. Es werde aber Anpassungen bei den Mitarbeitern geben, sagte er.