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dpa

Von dpa

Sa, 28. September 2019

Wirtschaft

Beteiligung an Viacor — Kritik an Rentenpolitik — Kein Personalabbau — Schnell ausbauen

STO

Beteiligung an Viacor

Der Stühlinger Bauzulieferer Sto will die Mehrheit an der Viacor Polymer GmbH übernehmen. Das Unternehmen in Rottenburg am Neckar stellt Industrieböden und Sportbodenbeschichtungen her. Die Übernahme soll zum 1. Januar 2020 erfolgen, falls das Bundeskartellamt zustimmt. Das teilte Sto am Freitag mit. Die Stühlinger stellen selbst Produkte für Bodenbeschichtungen her. "Mit der Beteiligung soll dieses Programm sinnvoll abgerundet und ausgebaut werden", heißt es in der Pressemitteilung. Chef von Viacor soll demnach Ralf Jooss, Gründer und Mitgesellschafter, bleiben. Auch beide Marken sollen erhalten bleiben.

SÜDWESTMETALL

Kritik an Rentenpolitik

Die Metallarbeitgeber in Südbaden kritisieren die steigenden Sozialausgaben. "Aufgrund der verfehlten Rentenpolitik der Großen Koalition wird der Bundeszuschuss für die gesetzliche Rentenversicherung im kommenden Jahr erstmals die 100-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten", wird Stephan Wilcken in einer Mitteilung zitiert. "Das sind Steuermittel, die an anderer Stelle für wichtige Zukunftsinvestitionen in Forschung, Bildung und den Ausbau der Verkehrs- und Digitalinfrastruktur fehlen", so der Freiburger Bezirkschef des Arbeitgeberverbands Südwestmetall. Wilcken mahnt "eine ehrliche Diskussion über die Zukunft der sozialen Sicherung" an.

BMW

Kein Personalabbau

BMW-Chef Oliver Zipse will zumindest bis Ende 2020 keine Stellen abbauen. Auf einer Betriebsversammlung am Freitag in München sagte Zipse: "In diesem und im nächsten Jahr wollen wir den Personalstand auf dem heutigen Niveau halten." Wie aus Teilnehmerkreisen verlautete, machte der neue Vorstandschef aber deutlich, dass es einen Umbau geben soll: weniger Stellen in der Verwaltung, mehr in Zukunftsfeldern. Die rund 10 000 Leiharbeiter, die für den Autokonzern arbeiten, können sich demnach nur wenig Hoffnung machen, in eine Festanstellung übernommen zu werden.

BAHN STUTTGART–ZÜRICH

Schnell ausbauen

Ein Bündnis von europäischen Handelskammern fordert einen schnellen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Stuttgart und Zürich. Das erhöhe den Druck auf die Bundesregierung und die Deutsche Bahn, das Projekt, das im Bundesverkehrswegeplan enthalten ist, schnellstmöglich anzugehen, sagte Thomas Albiez, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg. Sie fordert schon lange einen Ausbau der Strecke, die zum Teil eingleisig verläuft.