Klimawandel

Langeooger Hoteliers-Familie verklagt die EU wegen ihrer Klimapolitik

Bernward Janzig

Von Bernward Janzig

Fr, 17. August 2018 um 12:43 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Die halbherzigen Klimaschutzziele der EU bedrohten langfristig die Inseln, womit Grundrechte verletzt würden – dagegen klagt eine Hotelier-Familie aus Langeoog. Das Gericht der Europäischen Union hat die Klage angenommen.

Die große Fensterfront des Restaurants Seekrug eröffnet den Blick auf die Nordseedünen, dahinter liegt der Badestrand von Langeoog. Es ist einiges los an diesem Nachmittag im August, draußen wie drinnen. Gerade kehrt eine Wandergruppe ein, die vom Festland durchs Watt auf die Insel gekommen ist; vor zwei Stunden war Niedrigwasser.

Langeoog ist ein Ziel für Naturfreunde. Es ist Hochsaison und Michael Recktenwald, der Chef im Seekrug, hat entsprechend zu tun. In diesem Sommer kommt noch etwas hinzu: Klimaschützer, Juristen und Journalisten blicken auf das friesische Hotelierspaar, auf Recktenwald und seine Frau Maike.

Neun weitere Familien aus dem Ausland klagen ebenfalls
Am Morgen war das ZDF da, am Abend wird das Team nochmals drehen, für die Kindernachrichtensendung "Logo". Zwischendrin findet Recktenwald Zeit für ein weiteres Gespräch über jene Aktion, die ihn gerade in die Schlagzeilen bringt. Er verklagt die EU. Mit neun weiteren Familien aus fünf EU-Staaten, etwa aus Kenia und von den Fidschi-Inseln, will er eine stärkere Senkung des CO2-Ausstoßes erwirken, weil der Klimawandel die Inseln bedrohe und damit auch Grundrechte der Bewohner.

Der Gastronom wirkt besonnen, strahlt typisch friesische Gelassenheit aus. Er ist ein bodenständiger Mensch, ein Mittelständler, der mit seiner Familie ...

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