Mehr leben von eigener Arbeit

afp

Von afp

Fr, 12. Juli 2019

Wirtschaft

Ein Prozent lebt vom Vermögen.

WIESBADEN (AFP). Für fast die Hälfte der Deutschen ist die eigene Erwerbstätigkeit 2018 die wichtigste Einkommensquelle gewesen. 47 Prozent lebten hauptsächlich vom eigenen Gehalt, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Insgesamt stieg die Bedeutung der eigenen Erwerbstätigkeit seit 2000 erheblich, wie das Statistikamt erklärte. Damals war der Anteil derer mit der eigenen Arbeit als Haupteinkommensquelle mit 41 Prozent sechs Prozentpunkte niedriger als 2018. Mit 24 Prozent waren vergangenes Jahr für fast jeden Vierten Einkünfte von Angehörigen die Haupteinkommensquelle, also zum Beispiel des Partners oder der Eltern. Mehr als jeder Fünfte lebte vor allem von Renten- und Pensionsgeld.

Dagegen war im Jahr 2000 fast ein Drittel der Bevölkerung finanziell vor allem auf Angehörige angewiesen. Als Hauptgrund für die Entwicklung nannte das Statistikamt die höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen. Seit 2000 ist aber auch die Arbeitslosigkeit erheblich zurückgegangen. Bei den Daten handelt es sich um Ergebnisse des Mikrozensus 2018. Für sieben Prozent der Bevölkerung waren demnach öffentliche Leistungen wie Hartz IV, Bafög oder Elterngeld die größte Einkommensquelle. Mit einem Prozent finanzierten einige wenige ihren Lebensunterhalt überwiegend durch das eigene Vermögen, also beispielsweise durch Ersparnisse oder Einnahmen durch Vermietung.