Milliardenverlust bei Continental

afp

Von afp

Mi, 23. Oktober 2019

Wirtschaft

Vorstandschef: Krise dauert an.

HANNOVER (AFP). Der Autozulieferer Continental rutscht in diesem Jahr in die roten Zahlen. Wertminderungen und Rückstellungen in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro führten zu einem negativen Konzernergebnis 2019, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Continental hatte bereits im September angekündigt, wegen der Krise in der Autoindustrie in den kommenden zehn Jahren in Deutschland rund 7000 Stellen zu streichen.

Continental rechne nicht damit, "dass sich die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den kommenden fünf Jahren wesentlich beleben wird", erklärte Konzernchef Elmar Degenhart. "Wir haben daher unsere Annahmen für die mittelfristige Marktentwicklung angepasst."

Den bislang im kommenden Jahr geplanten Teilbörsengang der Antriebssparte Vitesco sagt Conti zudem ab. Stattdessen soll die Sparte nun im Laufe des kommenden Jahres abgespalten und dann an die Börse gebracht werden. Der Konzern gehe damit "die sich weiter beschleunigende Dynamik in Richtung Elektrifizierung von Antrieben offensiv an". Conti hatte Ende Juli ein Umbauprogramm angekündigt.